GUTEN MORGEN

Guten Morgen liebe Sonne, 

es tut gut dich schon zu seh`n, 

weckst mich mit deinen Leuchten, 

fällt`s leicht mir aufzusteh`n. 

Verdrängst durch deine Strahlen den Mond, 

auch kein Stern ist mehr in Sicht. 

Verläßt Finsternis den Horizont, 

Helligkeit durch Wolken bricht. 

Erlebest und genießt den Morgen, 

die Amsel laut verkünd`t ihr Lied. 

Öffnet Augen, höret hin, 

ein neuer Tag, der nun beginnt. 

Abends ist die Sonne müde, 

übergibt ihr Licht den Mond, 

dieser strahlt hin zu den Sternen , 

zu betrachten es sich lohnt! 

So vergeht dann auch der Abend, 

und die Nacht, sie bricht herein. 

Schließ jetzt müde deine Augen, 

sollst dich auf den Morgen freu`n. 

 

Guten Morgen liebe Sonne, 

ein neuer Tag er kehre- 

und du, du bist die Hauptperson 

in dieses Spiels Premiere! 

 

 

Liebst Du mich

Dein Schnarchen nachts

ist wie Musik für mich-

ich liebe dich.

Wenn du krank bist,

werd` ich bei dir sein-

ich liebe dich.

Deinen Emotionen

Lässt du freien Lauf-

Ich liebe dich.

Du nörgelst,

bist dir selbst nicht gut-

ich liebe dich.

Du nimmst oft mehr,

als du geben kannst-

ich liebe dich!

Würd` ich so sein,

so sein wie du-

                                       liebst du mich?        

Mein Kuschelbär

Deine Hand möcht ich nicht missen, 

meine Hände sollst du küssen. 

Meine Hände und noch mehr- 

Du, mein lieber Kuschelbär! 

 

Dein Körper wärmt wie Feuer, 

Deine Augen sind wie Abenteuer. 

Deine Augen und noch mehr- 

Du, mein süßer Kuschelbär! 

 

Kuschelbären muß man lieben, 

sie verwirren und besiegen, 

bis sie willenlos und schwach 

ergeben sich der Liebe Macht! 

Mein Arbeitstag im Blumengeschäft

                                    Wenn in der Früh’ der Wecker läut,

                                    dann ist’s für mich schon höchste Zeit,

                                    den Körper aus dem Bette zu bewegen,

                                    und im Bad auf Hochglanz ihn zu pflegen.

                                    Wie schwer ist es doch aufzusteh’n,

                                    und noch nicht mal aus den Augen zu seh’n!

                                    Doch ruft die Arbeit, ruft die Pflicht,

                                    beweg dich, mach kein saueres Gesicht!

                                    In der Straßenbahn schon halbwegs fit,

                                    denk ich nicht mehr an’s warme Bett.

                                    In der Arbeit angekommen,

                                    wird der Schlüssel rausgenommen,

                                    sperr freudig auf das Blumenhaus,

                                    will dann oft gar nicht gern nach Haus.

                                    Begrüß’ die Blumen die da steh’n,

                                    muß ihnen frisches Wasser geb’n.

                                    Die Pflanzen in der Erden,

                                    auf Läuse untersucht sie werden.

                                    So ist der tägliche Verlauf,

                                    nun beginn ich mit dem Verkauf.

                                    Stell viele Pflanzen vor’s Geschäft,

                                    wie stolz sie steh’n, das ist ihr Recht!

                                    D’rum nehmt euch alle Blumen mit,

                                    sie sind auch Nahrung für’s Gemüt!

                                    Stell abends die übrigen wieder hinein,

                                    denn ich geh nach Haus, laß euch allein.

                                    Den Blumen sag ich noch „gute Nacht“,

                                    bis morgen früh, so um halb acht!

                                    Dann komm ich wieder, sperr auf die Tür,

                                    sag’ „guten Morgen“, wie wohl ist mir!

 

Gedanken einer Heimhelferin

Wenn in der Früh der Wecker läut`,
dann ist`s für mich schon höchste Zeit
den Körper aus dem Bette zu bewegen,
um im Bad auf Hochglanz ihn zu pflegen.
Wie schwer ist es doch auf zusteh`n,
und guten Mut`s zur Arbeit geh`n.
 

Beim ersten Klienten angekommen,
wird die Arbeitsschürze angezogen.
Unser Tun heißt helfen , wo es geht,
doch oft die Zeit zu schnell vergeht.
Schwer ist`s für eine Heimhelferin
zu sein, so wie es jeder will.
Einsamkeit, Verlust von Selbstwertgefühl bringt,
dass manche Klienten oft unausstehlich sind.
Man braucht Verständnis für diese Leut`,
die auch mal aktiv waren zu ihrer Zeit.
Woll`n von uns die selben Arbeitsweisen,
so, wie sie`s gewohnt waren mal zu leisten.
Wichtig für Beide ist stets das Resultat,
dass jeder Klient unsere Hilfe zu spüren vermag.
Nicht immer klappt`s, wie man sich`s denkt,
Unzufriedenheit kriegst auch geschenkt.
Dankbar sind meist die schwerst Erkrankten,
die jeden Handgriff dir stets danken.
Körperpflege, das leibliche Wohl und dann-
Streicheleinheiten, wichtiger als man sich`s vostellen kann.
 

Einen Bruchteil unserer Arbeit ich erwähnt,
viel Substanz dabei verloren geht.
Doch irgendwie man`s wieder schafft,
zu tanken Mut und neue Kraft.
Weiß man ja nie, wie wird`s mal sein,
holt uns der „Zustand“ einmal ein.
Kannst nur hoffen, wenn du hast Hilfe nötig-
                               Eine verständnisvolle Heimhelferin wird für dich tätig!