BR-alpha: Interview mit Rollo Gebhard (Weltumsegler)
- At Oktober 14, 2023
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Ausschnitt des Interviews zwischen Werner Reuß (BR-alpha) und Angelika und Rollo Gebhard:
]Reuß:
Sie haben auf Ihren Reisen ja auch häufig Aussteiger getroffen. Einmal haben Sie einen Menschen getroffen, der seit Jahren auf einem Atoll in der Südsee lebte: Tom Neal. In einer Zeitung werden Sie mit den Worten zitiert: „Tom Neal hat meinen Einsamkeitsdrang bestärkt.“ Lieben Sie die Einsamkeit?
R. Gebhard:
Ich liebe die Einsamkeit, und ich würde fast sagen, ich brauche sie: aber nur zeitweise. Das, was Tom Neal gemacht hat, nämlich 25 Jahre lang auf einer kleinen Insel zu leben, das wäre nicht mein „Film“. Aber ich habe mit praktisch allen Aussteigern, die ich getroffen habe, die Erfahrung gemacht, dass sie samt und sonders nicht glücklich geworden sind. Ich kann daher nur davor warnen. Man kann äußerlich aus seiner Umgebung herauskommen, aber innerlich nicht. Man bleibt immer derselbe. Man bringt seine Sorgen immer mit. Gerade bei Tom Neal habe ich das auch sehr stark erlebt. Ich habe ihn ja zweimal besucht: auf der ersten Weltumsegelung und dann acht Jahre später noch einmal bei der zweiten Weltumsegelung und damit ein halbes Jahr vor seinem Tod, den er wohl schon irgendwie in sich gespürt hatte. Ich kannte ihn ja vom ersten Besuch her, und ich bin auch sehr stolz darauf, sagen zu können, dass ich zu den drei oder vier Freunden gehöre, die er überhaupt auf der ganzen Welt besessen hat. Er hat mir sogar einmal nach Deutschland geschrieben: Das war eine ungeheure Sache für ihn. Weil ich ihn also so gut kannte, habe ich ihm auch direkte Fragen stellen können. Zum Schluss habe ich ihm die ganz knallharte Frage gestellt: „Tom, würdest du das alles noch einmal machen?“ Er hat mich groß angesehen, nachgedacht und dann gesagt: „No!“
…
Reuß:
Das ist auch eine sehr individuelle Entscheidung. Man hat den Eindruck, dass Sie sehr umtriebig waren und sind. Sind Sie auch immer ein bisschen auf der Suche nach der Freiheit? Und wenn ja, wie würden Sie denn die maximale Freiheit für sich definieren?
R. Gebhard:
Ja, ich habe natürlich auch darüber sehr viel nachgedacht. „Freiheit“ ist ein schwieriges Thema: Es ist vielleicht das schwierigste Thema überhaupt, das wir auf der Welt haben. Denn es betrifft uns ja in unserem Innersten, in unserem Wesentlichsten. Vielleicht ist es der Sinn des Sammelns von Erfahrungen, dass man die eigene Freiheit gewinnt. Diese Freiheit besteht in meinen Augen nur darin und kann nur darin besteht, dass man sich selbst von allen Dingen auf dieser Welt frei macht: Man kann die Freiheit weder erkaufen, noch geschenkt bekommen. Die primitivste Form der Freiheit habe ich ja überall in den Entwicklungsländern erlebt: Für die Menschen dort besteht Freiheit ganz schlicht darin, dass sie mit der Arbeit aufhören können und ihnen jemand anderes das notwendige Geld gibt, um weiterleben zu können , denn dann sind sie frei. So einfach ist das aber selbstverständlich nicht. Diese ganzen Aussteiger haben natürlich im Hinterkopf schon auch immer den Gedanken: „Ich gehe hinaus auf eine Insel in der Südsee, die dann mir alleine gehört oder von der dann ein guter Teil mir gehört, und dann bin ich frei.“ Nein, sie schleppen alle ihre Sorgen und Nöte und ihre charakterlichen Mängel, wenn man so will, mit. Im Grunde genommen ändert sich durch das Aussteigen nämlich gar nichts.
…
Rollo Gebhard – Logbuch eines Lebens
Das gesamte Interview zum Nachlesen…
Lebensweg
- At Oktober 14, 2023
- By karin-lehmann
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Was ist der richtige Lebensweg
für uns-
allzu oft falsch gewählt.
Unser Leben könnte, wenn wir wollten,
ein Abenteuer sein, dass uns
durch weites, blühendes Land,
über hohe Berge, weite Täler und über
zauberhafte Wiesen führte,
um an Bächen und sauberen Flüssen
zu verweilen und auszuruhen,
so, dass wir alle die Dinge, die wir erleben,
besser verstehen.
Erlebtes ist das Eine-
aber das,
was wir ersehnen- ist das Andere.
Es genau zu erkennen-
ist nicht einfach.
Legten wir eine gelassenere
Gangart ein, bekämen wir
eine neue Einstellung, ein
neues Verhalten,
um die Balance zwischen
Möglichkeiten und Wünschen auszuloten.
So können wir Fantasien entwickeln, unsere
Träume würden sich erfüllen, umso leichter
wird es für uns sein, neue Wege zu finden.
Steuermann und Kapitän
- At Oktober 14, 2023
- By karin-lehmann
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Mein Lebensschiff, das steuere
immer noch ich.
Allzu oft drängten sich
Menschen in mein Leben,
das sollte es nicht mehr geben.
Sie sollten das lassen
und sich mit sich selbst befassen.
Bei dem leisesten Versuch
werde ich aufbegehren-
und mich wehren.
Werde sie in ihre Grenzen weisen-
beim Grenzüberschreiten.
Ab jetzt bin ich der Steuermann
und der Kapitän
auf meinem Lebensschiff,
umfahre jede Klippe und jedes Riff.
Trotze haushohen Wellen,
selbst manchem Orkan,
komme heil und
glücklich
an meine Ziele an.
Karin Lehmann, 2008
sehnsucht nach dir
- At Oktober 14, 2023
- By ijustmam
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Der Schmerz in meinem Herzen sitzt tief.
Wo gestern noch die Sehnsucht rief,
wo Liebe und Glück waren Zuhaus,
dort sieht es heute ganz anders aus.
Kummer und Leid regieren nun mein Leben.
Mein Streben nach vorn ist nun vorbei,
denn es brach mein Herz inzwei.
Nachts liege ich wach, Stille neben mir.
Ich fang an zu weinen, meine Gedanken bei Dir.
Ich wach morgens auf und sehe mich um,
doch ich bin allein und frag mich „Warum ?“
Ich mach mir Gedanken, gib mir die Schuld.
Zu wenig Vertrauen ? Zu wenig Geduld,
mit Dir und mir und unseren Sorgen ?
Ich weine schon wieder. Habe Angst vor Morgen.
Die traurigkeit ist jetzt mein Begleiter.
Herz und Seele wissen nicht weiter.
Ich bitte Dich, nehme mir den Schmerz !
Rede mit mir, mit meinem Herz !
Ich weiß daß Du mich immer noch liebst.
Ich möchte nur eins !
Wissen, ob Du mir Hoffnung gibst.
copyright andrea aust