plantschi
- At Oktober 14, 2023
- By markus-henz
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die wirklichkeit
hat in wirklichkeit gar keine farben
ist doch eh alles patchwork
kariert
karriere
ach mein gott
wie moralisch und falsch
ist alles so schön bunt hier
in hagen
eher grau verhangen
wie die träume
im schaumbad von nebenan
fa(c)ke(l)n
- At Oktober 14, 2023
- By markus-henz
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dreitausend groschen fallen
gleichzeitig
brennt die welt lichterloh
erhellend
lichtkünstler werfen sich gegenseitig zu
akrobaten
die am abgrund jonglieren
millionen
abgefackelt
schon ist ein neuer unterwegs
fakeläufer
Story: Hilflos verschollen – Tag 80 (Feedback erwünscht)
- At Oktober 14, 2023
- By simon
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Tagebucheintrag:
Ich habe furchtbaren Hunger. Seit ich vor ein paar Tagen damit angefangen habe mit einem Bären um das Essen zu verhandeln, was vorwiegend aus Mäusen und Ungeziefer bestand, kämpfte ich stark meinen gesunden Menschenverstand zu behalten und merkte, daß ich bereits ein Teil der Wildnis geworden war. Von meinen tapferen Mitstreitern, die zum Überleben aller beihalfen, waren nur noch drei am Leben, den Rest hatten die harten gefährlichen Umstände ins Grab gezwungen. Der dunkle Wald hat uns verschluckt. Entkommen: Zwecklos, wer es versuchte endete als Leiche. Zu lange in Einsamkeit, ohne menschlichen Umgang, formt jene die es wagen zu wildernden Bestien, sie werden eins mit dem Wald.
Nachts hält uns das Geheul der Wölfe wach – wer weiß, ob sich nicht die verlorene Seele eines ehemaligen Kamerads unter dem Wolfsrudel verirrt hat. Vom rechten Lebensweg abgewichen, fühlt er sich unter Brüdern, seinen Artgenossen. Jeden Abend werfen wir einen Knochen, stammend von der letzten Mahlzeit, ins Feuer, um an jene Brüder, deren Lebenspfad in der Wildnis sein Ende fand und auch an alle anderen gefallenen Brüder zu gedenken. Danach gehen wir auf die Jagd, würde uns ein Mensch über den Weg laufen, wir nähmen keine Rücksicht ihn in unser Lager zu schleppen und zu verspeisen. Ja, das ist ein Kampf ums Überleben! Zu lange sind wir schon in diesem Wald eingeschlossen, um den Umgang mit normalen Menschen zu hegen. Ein Blick auf uns genügt, um durch die trostlosen, erschöpften Augen unseren verwirrten Geist zu erkennen.
Manchmal frage ich mich, was uns noch von den rauen Wildschweinen, die Nachts Nahrung suchend die Gegend durchstreifen, unterscheidet…
Fortsetzung folgt!
Simon Wolfer, 14 J.
signalfarben
- At Oktober 14, 2023
- By markus-henz
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wir werfen uns farben zu
rot
grün
gelb
auf der straße
in der stadt
das chaos
das wir hinterlassen
stört uns nicht
aufbäumen
- At Oktober 14, 2023
- By markus-henz
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zweiundzwanziguhrneunundvierzig
manches ist ohne bedeutung
vergeht wie ein augenblick
den niemand wahrnimmt
bisweilen leiden wir
unter wahrnehmungsstörungen
alles senden
tödötötödötö
oder empfangen
chhhhrrrrrrrrrrrrr
wirrwarr
unsere antennen gen himmel
ausgerichtet
orten wir nichts dergleichen
hören uns nur selber
zur genüge
flügellos
stolpern wir von raum zu raum
um zusammenhang zu finden
sinn
los geht es
jetzt aber