Aufgeben
Draußen wird es hell und ich liege wach
in meinem Bett und stiere vor mich hin.
Denke über vieles nach.
Denke an diesen weiteren freudlosen Tag,
an die gleiche leere wie gestern und vorgestern.
Gebe ich auf oder kämpf ich weiter ?
Renn ich weg oder bleib ich hier ?
Was mach ich nur mit mir ?
Mir fehlt die Kraft um aufzustehen,
jede Bewegung, jeder Handgriff fällt so schwer.
Ich bleibe liegen und beobachte mich,
registriere mein ergebnisloses Denken,
und meine Unfähigkeit.
Gebe ich auf oder kämpf ich weiter ?
Renn ich weg oder bleib ich hier ?
Was mach ich nur mit mir ?
Kann mich nicht aufraffen, fühl mich schuldig.
Denk an mein komplettes, persönliches Versagen.
Später dann im Bad beim Zähne putzen,
weiß nicht warum ich das überhaupt noch tu.
Gebe ich auf oder kämpf ich weiter ?
Renn ich weg oder bleib ich hier ?
Was mach ich nur mit mir ?
Das schlimmste ist die tiefe Hoffnungslosigkeit,
das dieser unerträgliche Zustand nie aufhört.
Am liebsten würde ich jetzt nicht mehr hier sein,
nur das ist nicht das was ich wirklich will.
Gebe jetzt nicht auf und kämpfe weiter !?
Renn jetzt nicht weg und bleibe hier !?
Weiß was ich mach mit mir !?
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TRÄUME
- At Oktober 14, 2023
- By jessy91
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Ich träumte einst von einem schönen Leben ganz weit weg von den sorgen und Fehlern dieser Welt! ich träumte ich sei ein Engel und könnte fliegen bis in den Himmel! ich träumte ich wäre frei, frei von meine Gedanken,meinen sorgen,meinen Kummer doch es war alle nur ein schöner Traum! ich überlegte wie ich den Traum war werden lassen kann dann begegnete mir ein Engel ein Engel so weiß wie Schnee mit Flügeln so weich wie federn! er sagt:“ komm mit und lass dich treiben von mir ich erfülle dir deinen Traum! du wirst deine liebsten Menschen wieder sehen du wirst frei von allen deinen sorgen sein von allen Ängsten die du hast von allem was du willst!“ Ich folgte diesem Engel und lies mich von ihm treiben doch ich merkte nicht das er mich in den Abgrund treibt erst als es zu spät war! Doch es war mir egal denn der Engel hatte sein versprechen gehalten ich habe meine liebsten Menschen wieder gesehen und hatte keine angst mehr allein zu sein! ich hatte keine sorgen und keine
Gedanken mehr! ICH WAR FREI!
Schatz wenn du in den Himmel schaust dann wirst du den Stern aus unserer Welt sehen und denk immer daran egal was passiert er wird dich immer beschützten egal wo du bist denn er weiß das du gut zu für mich bist und ich dich liebe!
Eine Lehrer-Story. Erzählung
- At Oktober 14, 2023
- By kay-ganahl
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Tommy Geil, Lehrer von Beruf, – war er vielleicht ausgebrannt? – war bei seinen Schülern eher unbeliebt, weil er seine Autorität allzu oft spielen ließ. Er saß schon seit einiger Zeit auf dem Steinquader vor dem Museum in Lingenon. Es war heiß. Er döste. Jetzt kam es ihm so vor, als würde ihm die Sonne das Hirn wegbrennen. Eigentlich war er hier ganz deplatziert ¦ seine Augen – oft unruhige Augen, die beschäftigt werden wollten – fuhren plötzlich ganz schnell umher. Er bemerkte Schatten, die auf der Backstein-Wand des Museums huschten. Die Wand mündete in eine enorm lange und breite Fensterfläche. Gleich wandte er sich diesen Schatten zu, sprach sie sogar direkt laut an, doch nichts und keiner reagierte darauf.
„Sie wollen nichts von mir!“ entfuhr es ihm. Unwirsch starrte er die Sonne an, schüttelte seinen Kopf. Er zog eine Sonnenbrille aus der Tasche, die er sich dann auch aufsetzte. Das Aufstehen vom Quader fiel ihm schwer. Mit einem Taschentuch fuhr er über seine Stirn, denn der eklige Schweiß terrorisierte ihn. Der Blick eines blonden Mädchens machte ihn nervös, als er sich wieder auf den Quader setzte.
Diese ¦ Schweine! blökte er. Einige Blicke von Menschen, die er nicht kannte, trafen ihn.
Ach ja, sein voller Name war Tommy Geil-Nocter, was eine Namensgebung war, die er seit frühester Jugend nicht ausstehen konnte. Freundin Josefine lachte immer wieder über sie. Wenn sie jetzt nur bei ihm wäre …, nichts da! Das Museum wartete auf ihn. Oder wartete er auf das Museum? Altertumskunde faszinierte ihn seit je her. Und heute würde er seine Langeweile mit dem Studium des Altertümlichen so gut wie möglich bekämpfen. Jedenfalls trug er sich zeitweilig mit der Absicht.
Wieder starrte er die Sonne an, sie war es ja, die er immer gehasst hatte. Sie schien ihn im Moment anzulächeln. Aber seine Gefühle wehrten sich in dieser Situation wieder mächtig gegen sie. Er wollte sie mögen, die Sonne, diese Sonne, Quelle alles Lebendigen. Es gelang ihm einfach nicht.
Tommy Geil-Nocter verlor sich in tiefschürfenden Gedanken und kuschelte sich mutig an den Steinquader, der ihm aber nicht einmal eine angenehme Rückenlehne sein konnte. Dachte nach: dachte nach, ganz schnell: dachte wirklich angestrengt nach: Was jetzt? Soll er jetzt rein? Ins Museum? Selten zuvor hatte er so intensiv nachgedacht! Obwohl das ja durchaus eine leichte Entscheidungsfindung hätte sein müssen ¦ jedoch wusste er diese Entscheidung nicht zu treffen.
Da drüben hatte sich vor der Museumskasse eine lange Warteschlange gebildet. Der Eingangsbereich wurde von zwei Personen des Wachpersonals überwacht. Viele Leute waren ganz ruhig und geduldig, was Tommy Geil-Nocter fast schon imponierend fand. Doch es war einfach so, leider: Menschenmassen verachtete er über alle Maßen, sie drängten sich durch sein Bewusstsein mit einer Aufdringlichkeit, die ihm große Sorge bereitete. Er musste sie los werden! Momentan musste er einfach warten und nachdenken, seiner negativen Gefühle Herr werden. So war das nun einmal. Und durchaus hämisch grinste er der Sonne in ihr aufdringlich-grelles Gesicht. Gleich würde sich die Menschenschlange beträchtlich verkürzt haben. Nur noch zwei Stunden lang war das Museum geöffnet! – Die Besucher füllten, er stellte es sich lebhaft vor, das Museum bis unter das Dach.
Ganz neugierige Augen untersuchten ihn, als er sich aufrichtete, um sich auf eine der Bänke nahe der fein gemähten Rasenfläche zu setzen. Er erwiderte dies mit einem demonstrativen Wegschauen während des Gehens zur Bank und setzte ein überhebliches Lächeln auf, dessen er sich gar nicht schämte. War das so eine Schülerin gewesen? fragte er sich, als er dann saß. Er führte das Dösen beim Warten auf der Bank fort. Eine effektive, da erfolgversprechende Methode zur Bekämpfung der Langeweile war das allerdings nicht, er hatte es sich einzugestehen!
Dieser Lehrer Tommy Geil-Nocter führte das Dösen fort! Die Zeit verstrich weiter, ohne dass er es so richtig merkte. Er fuhr sich mit seinen Händen durch das fettige braune Haar und erzürnte sich über sich selbst. Hoffte nunmehr auf die Zeitlosigkeit, die er täglich in mancher Fantasie entstehen ließ, ohne einem anderen Menschen davon zu berichten. Nur nicht! Schreckliche Gedanken quälten sich nämlich durch sein Bewusstsein. Sie legten Schatten auf ihn, bedrohten ihn mit der Entstehung einer Depression. Sein Arzt hatte ihn davor gewarnt. Das war vor einer Woche gewesen.
„Sich bloß nicht gehen lassen“, riet er dem Lehrer Tommy Geil-Nocter, der seinen Unterricht manchmal nicht mehr durchführen konnte, weil die Schüler ihn – wirklich – hassten. Sie schreckten mittlerweile vor nichts zurück. Die Schule zu betreten, jagte ihm jedes Mal Angstschweiß über den Rücken. Das Betreten eines Klassenraums auch nur im Kopf zu haben war ihm das Schrecklichste! Ein fürchterliches Grauen.
Passen Sie auf, Herr Geil-Nocter! riet der Neurologe seinem Patienten mit größtem Nachdruck.
Kay Ganahl
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FeenHaar
- At Oktober 14, 2023
- By harma
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FeenHaar
Zärtlich
Streicht er über ihre Wange
Folgt sanft zur Schläfe hin
Verweilt lüstern an ihrer Ohrmuschel
Liebkosend zieht er über die Augenlieder
Weiter…
Seidiger Glanz erstrahlt im Auge
Das zum Leben erwacht
Hinauf zur Augenbraue
Huscht er über die geschwungenen dichten Wimpern
Streift ihre Stirn mit Andacht
Verweilt…
Fordernd erobert er den Nasenrücken
Und zieht hinab
Fast schon vibrierend am Nasenflügel vorbei
Er küsst zart fast zittrig ihre Lippen
Und zieht lustvoll weiter
Im Wangengrübchen pausierend
Verharrt…
Er streichelt noch hauchzart verstohlen ihr Kinn
Er gleitet samtigweich leicht schwebend zu ihrem verführerischen Dekolletee
Er berührt lüsternd die rosige Knospe
Er umschmeichelt schwungvoll fast wollüstig ihre Brüste
Er streicht seidig über jedes einzelne ihrer Haarlöckchen bis zum Nacken hin
Er umspielt erneut andächtig ihr pastellfarbenes Antlitz und Sie erstrahlt zum EWIGEN LEBEN..
Ich tauche den „FeenHaarPinsel“
erneut in die Farbe ein und male weiter…
Hingebungsvoll
Gefühlvoll
Und es entsteht
„VerführungsART“
Liebesspiel des FeenHaarPinsels
Ebony
- At Oktober 14, 2023
- By kay-ganahl
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Sie blieb auf dem schwach beleuchteten Marktplatz inmitten der City stehen. Die ihr persönlich völlig unbekannte Person näherte sich ihr mit schnellen Schritten, schrie sie frontal an und dann gefiel sich Ebony darin, darauf überhaupt nicht zu reagieren. Sie wandte sich entschlossen von dieser Person ab. Diese Person war ¦ ein männliches Wesen, dessen Erscheinen Ebony nach all den Nächten der Ausübung einer Tätigkeit, die äußerst fragwürdig war, keine Angst einflößte.
Es war Ebony so, als gäbe es eine Welt außerhalb von der, in der dies gerade geschehen war. Natürlich war es für sie mit Vernunft betrachtet – kritisch, hier ganz allein zu sein, aber die in ihr wuchernde gewaltige Gleichgültigkeit ließ dies einfach zu. Und die andere Welt war fast ein Idyll ihrer Isolation als Mensch.
Ebony, keine 20 Jahre alt, wollte das so haben: Freiheit im gleichzeitigen Anderen. Ihre Arbeitslosigkeit hatte sie extrem sozial depriviert, was bedeutete, dass sich für sie diese andere Welt zu einem besseren Zuhause entwickelt hatte als die, die vorwiegend mit ganz negativen Erscheinungen auf sie einhämmerte, eben die Realität! So war das eben. Ebony hatte eine Berufsausbildung als Packerin absolviert, die ihr aber keineswegs den Antritt eines sicheren und einträglichen Jobs eingebracht hatte.
Ihr war klar, so manches lief in der Gesellschaft schief, – die Arbeitsgesellschaft brauchte Erneuerungen auf der ganzen Linie, doch die höchste Etage der politischen Macht kümmerte sich nicht gerade engagiert um all die jungen Menschen, deren Zukunft in Frage stand.
Das männliche Wesen hatte sich inzwischen nahe des Kaufhauses aufgestellt, welches bald abgerissen werden sollte. Und Ebony wagte den einen oder anderen Blick auf das Wesen, um das Risiko ihres Aufenthalts auf dem Marktplatz einzuschätzen. So vernunftorientiert-realistisch war sie trotz ihrer anderen Welt. Sie wusste genau, dass gleich irgend etwas Übles von diesem männlichen Wesen ausgehen konnte, doch das rührte sich nicht, starrte lediglich in die Nacht, während mehrere Autos die Straße links von Ebony und die Straße rechts von Ebony entlang fuhren.
Ebony setzte ihren Weg fort. Ich sah ihr nach. Aber noch viel Wichtigeres geschah in dieser Nacht ¦ nämlich:
Die Nacht war noch ziemlich jung, eine Nacht, in der die Explosionen von Betriebsstätten wie selbstverständlich von den Anwohnern kaum zur Kenntnis genommen wurden. Fast keiner betrat die Straße, um neugieriger Zaungast zu sein. Auch an den Fenstern war kaum einer!
Ich begab mich an die Ãrtlichkeit, wo gerade die Welt unterzugehen schien. Der Nacht-Bus brachte mich binnen einer Viertelstunde dort hin. Und ich marschierte schnurstracks zu den betroffenen Betriebsstätten. Die Polizei- und Feuerwehrsirenen heulten lautstark gegen die dichte Nacht an. Feuerwehr-Einheiten rasten herbei, um zu helfen. Ich eine Ausnahme als Zeuge der Explosionen – konnte das alles recht gut beobachten, war ich doch eher furchtlos und voller Neugier!
Insgesamt dauerte es gut eine Stunde, bis dahin musste sich die Anwohnerschaft gedulden. Dann lag wieder Ruhe über der Stadt, mal abgesehen von den Flammen, die noch bis in den Morgen in die Dunkelheit schlugen.
Ebony lachte über so ein Ereignis wahrscheinlich nur? Als ich wieder bei ihr war, sprach ich mit ihr ein paar Worte.
Hallo, Ebony! grüßte ich sie. Sie lächelte und beruhigte mich damit.
Seit mehr als fünf Jahren wusste sie, wie ich vernahm, alles in dieser Stadt zu nehmen, wie es nun einmal war.
Kay Ganahl
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