Ich bin ein freier Mensch
- At Oktober 14, 2023
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Ich will unter keinen Umständen
ein Allerweltsmensch sein.
Ich habe ein Recht darauf, aus dem Rahmen
zu fallen, wenn ich es kann.
Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.
Ich will kein ausgehaltener Bürger sein,
gedemütigt und abgestumpft,
weil der Staat für mich sorgt.
Ich will dem Risiko begegnen, mich nach
etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch
erleiden und Erfolge haben.
Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit
einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.
Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten,
als ein gesichertes Dasein führen;
lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges,
statt die dumpfe Ruhe Utopiens.
Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten
hergeben, noch meine Menschenwürde
gegen milde Gaben.
Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken
und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu
sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.
Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
Ich bin ein freier Mensch.
Albert Schweizer gefunden hier
Die Stadt
- At Oktober 14, 2023
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Ich sah den Mond und des Ägäischen
Grausamen Meeres tausendfachen Pomp.
All meine Pfade rangen mit der Nacht.
Doch sieben Fackeln waren mein Geleit
Durch Wolken glühend, jedem Sieg bereit.
„Darf ich dem Nichts erliegen, darf mich quälen
Der Städte weiten Städte böser Wind?
Da ich zerbrach den öden Tag des Lebens!“
Verschollene Fahrten! Eure Siege sind
Zu lange schon verflackt. Ah! helle Flöten
Und Geigen tönen meinen Gram vergebens.
Jakob van Hoddis
Frühling
Im Reiche der Träume versteckt
der Frühling das Leben weckt
Die Blumen sich im Reigen wiegen
mit dem Geliebten in der Sonne liegen.
An den Bäumen zarte Knospen
ein lauer Wind weht her von Osten
eine leises Murmeln erschallt vom Bach
Die Wipfel winken den Wolken nach.
Durch den grünen Blätterhain
fallen die letzten Strahlen ein
Die geliebten am Ufer sitzen
in ihren Augen ein verträumtes Blitzen.
Leise ertönt der Nachtigallengesang
und der Mond beginnt seinen einsamen Gang
Die Sterne funkeln am Firmament,
die laue Luft keine Lieben trennt.
Langsam neigt sich die Nacht dem Ende
die Verliebten reichen sich die Hände
Sie werden zusammen stehen
und nie mehr getrennte Wege gehen.
Sundance_Raphael
Zartbitter
- At Oktober 14, 2023
- By udo
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In Ängste eingewühlt
verbergen wir uns
dem Zartbitterhauch
des Seins
Gierig verschlingen wir
das Wenige
das uns bleibt
lassen die Mond beschienenen Nächte
unberührt,
fürchten
im kalten Licht der Sterne
für immer zu zerfließen
Morgen
- At Oktober 14, 2023
- By peri
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Ich wandle zwischen Wahn und Sinn
gar schwindelnd hin und her,
und seh´ des Morgens Röte
bedeckt den Himmel schwer.
Nun scheint mir da mein Geiste
unbeschränkt und wach,
doch sehe ich auch weinend
dem alten Dasein nach.
Es rauscht der Wind durch Poren
entblößet mein´ Gestalt,
mein Körper scheint besessen
von dieser zart Gewalt.
Oh, wie still ist diese Nacht.
so einzig, unberührt und nah´.
Ich seh´ den Tage kommen,
der Himmel wirkt so bar.
Was sagen all die Musen
von Überfluss – Verdruss?
Ich sing´ hinauf zum Zelte
und send´ ihm einen Kuss
Peri