Mit Worten
- At Oktober 14, 2023
- By nachtigall
0
Mit Worten begegnen wir uns in der Sprache.
Es ist diese Partitur, die den Menschen mit sich verbindet.
Im Sumpf
- At Oktober 14, 2023
- By udo
0
Tief eingesunken in den Morast
zerrt an uns zäher Schlamm
Stechend riechende Blasen
platzen auf
und verströmen Gase
voll lähmenden Gifts
Manchmal in der Nacht
entzünden sie sich kurz
und locken uns mit
süßlich hellem Grabeslicht
weg vom festen Ufer
Inwendig wund
und mit aufgedunsenem Leib
ist fast nichts menschlich
mehr an uns
Nur wer stille Inseln kennt
und eine Hand
die ihn vom Schmutz befreit
kann der verlassenen Brache
für kurze Zeit entfliehen
Der Sommer schleicht sich
- At Oktober 14, 2023
- By
0
Der Sommer schleicht sich auf leisen Sohlen
mit Regen und Sturm über den Regenbogen.
Die Sonne hat vergessen wo wir wohnen,
vielleicht wird der Herbst uns reichlich belohnen.
Ein leises Frösteln hat uns der Sommer beschert
Leichtigkeit und Wohlfühlen uns verwehrt.
Immer die Kälte und Hitze im Wechselspiel
wurde den Menschen dann doch viel zu viel.
Oftmals zu heiß in mancher Nacht
das hat nicht immer nur Freude gemacht.
Sturm hat sich bei uns in Orkan verwandelt.
Die Frage kommt auf,
hat es sich um einen Sommer gehandelt?
@ Laura
Zweifelnder Sommer
- At Oktober 14, 2023
- By udo
0
Leise Wehmut
hat sich unbemerkt
in die hellen Morgen
eingeschlichen
Schon versteckt sich
schüchtern
überreifer Raps
hinter Vorhängen
aus Nebeln
die eine feuchte Nacht
uns ließ
Seine Kraft ist
ungebrochen
und doch scheint es
als hätten
Zweifel ihn
befallen
Immer wieder
blickt er
aus verkniffenen Augen
unsicher zurück
In seinem Innern
bereits spürt er
den September
erschütternd geduldig
auf ihn warten
Vogel auf dem Zaun
Des Morgens erwacht,
nach einer langen Nacht,
sitzt ein Vögelchen auf meinem Zaun,
und versucht in mein Fensterchen zu schau’n.
Seine süße Weise leise singt,
mein Herz sich mit ihr zum Himmel aufschwingt ,
Vergessen ist Kummer und Einsamkeit,
Mich soll heute stören kein Leid.
Ich genieße die Sonne im Gesicht,
lausche der Stimme im Winde die von Wonne spricht,
Ich lass meine Blicke schweifen,
unbewusst nach dem Geliebten greifen.
Ein wohl tönender Bariton,
erklingt an meinen Ohr’n,
Wir sitzen zusammen dicht umschlungen,
das Lied des Vögelchens ist noch nicht verklungen.