Seelenstarre
- At Oktober 14, 2023
- By jens-gawlick
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Die Nadel im Heuhaufen.
Ein Fisch in Netzen
Aus den Netzen werden sie mich Verkaufen
Und dann in Bestandteile Fetzen!
Nehmet mich!
Verschlinget mich!
Ich war schon in den Gittern verloren!
Die Wolken ziehen über das öde Land
Sie schwinden und kehren nie zurück
ich schaue ihnen in der Zeit nach
In der zeit in der ich gelöst bin
von dem was mir ewig bangt
Ich streuner durch die Gassen
Weil sie mich im Stich ließen
Drum werde ich euch hassen!
So werd ich euer Blut vergießen!
Gleich wie das meins!
Nun ist es aus!
Der Schöpfung entsag ich mich!
Nun schrei ich es herraus!
Ich kann nicht ohne dich!!
Oh du Einsamkeit was bringst du nur
Verzweiflung Hass und miese Plagen
Die Gesetzen der natur
Wollten mich wohl nie befragen!
Bilder einer Ausstellung – Mussorgsky
- At Oktober 14, 2023
- By udo
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Aus tiefem Stein
in dunklen Schichten
quellen die Töne
fremd und vertraut
Sie strömen und fließen
und machen unendlich weit
bis fast die ganze Welt
in mich passt
Lausige Zeiten
- At Oktober 14, 2023
- By udo
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Der Bart ist nicht mehr grau
sondern weiß
Vertrautes fremd
Neues in nebeliger Ferne
Viel was selbstverständlich war
ist verschwunden
Leichtes plötzlich unerwartet schwer
lausige Zeiten
klar
aber bei größeren Reparaturen
macht man sich einfach dreckig
Der Weihnachtskobold
- At Oktober 14, 2023
- By udo
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Mir ist nicht klar was letztendlich dafür verantwortlich ist.
Ist es der Glühwein aus den Plastikkanistern oder doch eher
der Kunstschnee ?
Großen Anteil daran haben sicherlich auch die vielen in Klarsichtfolie
verschweißten Septemberlebkuchen und die glitzernden Weihnachtsalben
von Sarah Connor und den No Angels.
Am schlimmsten dürften ihn aber die unzähligen Adventsfeiern
in den Betrieben und Ämtern getroffen haben.
Wie auch immer
Fakt ist
der Weihnachtskobold
ist erstickt .
Die Zeit
- At Oktober 14, 2023
- By angelika
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Die Zeit
Einst war ich jung, schon lang ist’s her,
doch weiß ich vieles noch ganz gut.
Ich hatte Pläne für mein Leben,
es fehlte niemals mir der Mut.
Man konnte vieles nicht erwarten
und zählte oft die Stunden vor,
Die Zeit verging einfach zu langsam,
wie oft ich die Geduld verlor.
Doch glaubt man’s kaum
Man tat oft Dinge, kopflos hat die Zeit vertan.
Hinterher bemerkt erst, wie wertvoll
war die Zeit, die da verrann.
Man erfand die Uhr zu sehen
Wie die Zeit im Flug vergeht.
Mit Minuten und Sekunden,
verfliegt der Tag auf schnellem Weg.
Zukunft wechselt schnell zu jetzt,
die Gegenwart hält nicht sehr lang.
Vergangenheit bestimmt das Leben,
ob damals alles gut gelang.
Jetzt merkt man’s endlich und ganz deutlich,
es geht jetzt schneller alles rum.
Man könnt grad sagen Zeit kann fliegen,
Man sieht sich öfter mal ganz stumm.
Erkennen wird man meist zu spät,
dass hat man keine Ewigkeit.
Zu tun die Werke die so wichtig,
Wie wertvoll ist doch diese Zeit.
Angelika Nast
14.10.06