Willst du mich?

Ich schleich vorbei, doch schweig ich nicht
ich komme schnell, zeig mein Gesicht
ich nehm mir den, der mir befohlen
kann jeden allzeit zu mir holen

Keiner sagte, vielen Dank
Keiner wurde von mir krank
Keiner unterstützte mich,
alle waren gegen mich

Alle sagten, bleib mir fern
Alle hatten mich nie gern
Alle liebten nur das Leben
Niemand wollte es mir geben

Niemand wollte mich mal fragen
Niemand wollte Bitte sagen
Niemand dachte hier an mich
Jeder war fixiert auf sich

Jeder will dass alles passt
Jeder will dass ihr mich hasst
Jeder denkt ich bin so schlecht
bin dunkel alt und ungerecht

Doch saget mir, wenn ihr es wisst
Wurd ich von dir noch nie vermisst?

Jeder will sein tolles leben irgendwann mal weiter geben
Niemand spricht und alle schweigen, keiner will es offen zeigen.
Dennoch kenn ich dich genau, du bist nicht dumm, doch ich bin schlau…

So denk, was du zu denken wagst
so tu, was du zu tun vermagst
und lass dir nicht dein Kreuz verbiegen
von Gesellschaft, Konsum und anderen Intriegen

Leb dein Leben gut und treu ohne Panik oder Scheu
und wenn du dies dann gut vollbracht, dann hat das Leben Spaß gemacht
dann bist du stolz und sieht auch ein, es darf auch mal zu Ende sein
du rufst mich und du bist bereit für mich und meine Ewigkeit…

Eine graue Welt

So einsam und so nah,
So verschwommen und so klar
So müde und doch wach,
So dunkel und doch Tag

Es sieht mich an, ein fragend Blick
Was ist geschehen, wo ist mein Glück
Wo ist das Haus in meinem Land
Wo ist das Leben, dass ich gekannt
Warum bin ich denn jetzt allein
Warum ist alles nun so klein

Des Kindleins Augen klein und nass
Ich spüre Wut, ich spüre Hass
Was tat man ihnen schlimmes an
Was ein Mensch vollbringen kann

Die Füße stehen hoch im Dreck
Was macht da schon ein kleiner Fleck
Die Nase rot, die Finger blau
Die Welt liegt hier im dunklen Grau

Die Mütter schreien, was ist geschehen
Ein stilles Wort, ein stummes Flehen
Eine Träne hier und dort
Das bunte Leben, dass ist fort

Den Kopf zur Seite noch gewand
Das kleine Kind, dass dort noch stand
War verschollen in dunkler Nacht
Nur Mond und Sterne es bewacht