Meine Kritik an deinem Buch

Dein Buch, nach dem jeder fragt,

kommt bald endlich auf dem Markt.

Die Reaktion –

die ahnt man schon.

Man applaudiert,

man jubiliert,

Manch einer übt Kritik,

manch einer dreht dir nen Strick.

Einige verneigen sich tief,

andere lachen sich schief.

Manch einer nörgelt herum.

Man kennt das: Es ist zu dumm.

Auf deinem Buch

lastet kein Fluch.

Wie soll ich es nur bewerten?

Du gehörst zu den Hochverehrten.

Kongruent,

nennt es der Student.

Ganz authentisch

urteilt man am Stammtisch.

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DIE LEIHGABE

Ein restringiertes Gedicht

Es war –

nicht warm.

Bald wurde es –

Tag vorbei.

Ich war nicht –

reich.

Da ging ich in den –

wo viele Bäume stehn.

Plötzlich traf ich einen –

keine Frau.

Er saß auf einem –

mit vier Beinen.

Auf dem –

trug er einen –

aus Eisen und er hatte Haare in –

wo die Augen drin sind.

Er schwieg nicht viel.

Fragte, wie es geht.

Ich sagte, was man so sagt.

Es war nicht warm.

Da sprang er –

von dem mit den vier Beinen

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KLARSTELLUNGEN

Leihst du mir denn jetzt das Geld?

Erst reden? – Wie es dir gefällt.

Worüber?

Ach, darüber.

WAS DU SCHREIBST,

GEFÄLLT MIR GUT.

DEINE BEINE GEFALLEN MIR BESSER.

Habe ich das gesagt?

Ja, mag sein.

Aber versteh das nicht falsch.

Nichts soll den Frieden stören.

Ich kann das sofort erklären.

Auch wenn es jetzt so scheint:

Es war nicht so gemeint.

Man sagt das so dahin –

ganz ohne Sinn.

Ich meine es nicht so wie es klingt.

Ich rede halt etwas zu geschwind.

Bei mir schwingt vieles mit.

Vergiss das nit.

Also noch einmal im Klartext:

Mir gefallen deine Reime.

Besser aber noch deine Beine.

Nein – falsch!

Besser ALS deine Beine.

Jetzt hast du mich verstört.

Aber du hast es gehört,

wie ich was meine.

Ich will nicht nur das Eine.

Für mich ist alles,

was du sagst, richtig.

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