loslassen…

Eingezwängt und doch nicht gefangen
Den Käfig haben sie sich selbst gebaut
Voller Sehnsucht, voller Verlangen
Haben sie viel zu oft zurückgeschaut

Wer weiterwill muss sich befreien
Von der glücklichen Zeit, die es mal gab
Alles soll ruhn’, neues gedeihen
So legt die Vergangenheit in den Sarg

Zu neuen Wegen muss man sich wenden
Sich freuen, wenn man in die Zukunft reist
Wenn man verlässt, soll man bedenken
Dass Ende auch ein neuer Anfang heißt

individuell

Du bist ein Träumer, ein Nachdenker, ein Poet
Es gibt kaum Jemand, der dich versteht
Du bist ein Nachdenker, Alleingänger, eigen und still
Du bist genauso, wie dich niemand will

Sie schimpfen dich irre, krank, seltsam und dumm
Du hörst das alles, lächelst, bleibst jedoch stets stumm
Sie lachen dich aus, sie schlagen dir ins Gesicht
Die Tränen, auf die sie warten, gibst du ihnen nicht

Dein Bruder ist Sportler, Mädchenschwarm, beliebt und begehrt
Für dich nur ein weiterer Mensch, der sich nicht um dich scherrt
Im Gegensatz zu ihm bleibst du stets daheim
Freunde hast du nicht, am liebsten bist du allein

Dein Vater plant für dich dein Leben, er sieht nur das Ideal
Eine Frau in der Küche und Geld, dir ist das völlig egal
Deine Mutter will dich verändern, deinen perfekten Bruder kreierte sie schon
Ein Gedichteschreiber und Denker, so einer ist nicht ihr Sohn

Entgegen der Masse spielst du dein eigenes Spiel
Von Massenproduktion der Jugend hälst du nicht viel
Du tanzt in deinem eigenen Rhythmus, singst zu deiner eigenen Melodie
Oft willst du zu ihnen gehören, doch eigentlich bemitleidest du sie

Du hast so viel zu sagen, doch hört dich niemand an
Du weißt deine Zeit wird kommen, du weißt nur noch nicht wann
Sie schimpfen dich anders, abnormal ist es, was du bist
In Wahrheit sind sie einfach alle gleich und du ein Individualist

Albtraum Stadt

Puppen essen im Gehen, hetzen
dabei von Ort zu Ort, nennen
sich Menschen, lernen sich kennen,
doch im Rauschen der Stadt niemals schätzen

Vergessene Kinder der Straßen kauern
auf einsamen Bänken, geben
ein Grinsen, fürs Überleben
sperren sie Elend hinter Mauern.

Totes Fleisch lächelt hinter Glas
der Fenster, aus den Läden
kriecht ekliger Gestank, des Hundes Fraß.

Tickende Uhren geben den Takt
des Totentanzes, halten die Fäden
der Marionetten, das elende Pack