Eindrücke

Septemberwind weht die Straßen hinab.

Abschied eines kalten Sommers.

Regennasse Blätter wirbeln durch die Wege der Friedhöfe.

Du hattest mich doch noch verlassen.

Ich versuche dieses Gefühl zu beschreiben,

doch der Platz, wo vor langer Zeit mein Herz war,

ist leer.

Kälte nur,

und Eis des kommenden Winters.

Du konntest es nicht schaffen.

Die Rüstung des Panzers zu hart,

der Stahl des Mannes, der ihn mir anlegte,

undurchdringlich, festgefroren

in einer sternenklaren Winternacht.

Einunddreißigster Januar zweitausendvier.

Auch Todestage eines Herzens

kehren jedes Jahr wieder.

Sowie Blumen auf den Gräbern

nur dem Auge des Besuchers nützen.

Doch dein Wasser drang nicht

bis auf den Grund vor,

und meine Tränen sind trocken geworden.

Auch der gestorbene Schmerz im Magen

vergeht mit der Zeit.

Bitte geh jetzt.

Ich bin gerne allein.

Wie ich es mir wünsche

Heimlich doch noch

auf ein Flugzeugunglück hoffen.

Nur um zu wissen,

du hast einen guten Grund gehabt

mich einfach so allein zu lassen.

Mit meinen sich kreisenden Gedanken

und dem ungerechten, schmerzenden Warten

auf dich.

Mein Leben schläft friedvoll

um diese Zeit in der Nacht.

Nur ich schlafwandle nachts,

katzengleich,

hinter den Stäben des endlosen Käfigs umher.

Einen Tag, und eine Nacht noch so verbringen,

wie ich es, seit ich dich zum ersten Mal gesehen habe,

getan habe.

Am Morgen darauf ist es dann zu spät für dich.

Stunden vorher

habe ich dich gehen lassen.

Bin auf und davon

in der heilenden, heißen, vergessen machenden Sonne.

Eine Nachtigall oder eine Grille

bringt keine Nachricht mehr von mir. 

Zwischen den Inseln

Deine Augen sah ich.

Grüne Zauberpfeile, in deinem ausgesuchten Meer.

Erblindet diejenigen,

die zufällig dem Strom deiner Kreise folgten.

Deine Worte hörte ich.

Gewaltige Wellen im kalten Sturm.

Stumm geworden diejenigen,

die noch ihren Nachhall im Traume hörten.

Deinen Körper fühlte ich.

Großes Boot auf wütender See.

Heimatlos geworden auch ich.

Dich suchte ich.

Hafen bei Ebbe und Flut.

Doch die Ufer waren verlassen

und fern.