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Es war schön.
Ich wusste nicht wo ich war und als ich die Augen öffnete sah ich sie vor mir: Wunderschön. Blondes, langes Haar und ein Lächeln im Gesicht. Ihre grünen Augen verhießen Freude.

Sie reichte mir die Hand. Zusammen liefen wir los und vergaßen die Zeit. Die Bäume hatten herbstliche Farben. Die Vögel zwitscherten aufgeregt. Wir liefen weiter.

Viele Bäume; viele Farben. Das Meer an Schönheit erstreckte sich ins Unendliche. Gab es noch mehr, fragte ich mich? Verträumt sah ich sie an und bemerkte nicht, wie ihr fröhliches Lächeln einem Traurigen gewichen war. Ich nahm sie an der Hand und zog sie weiter.

Es folgten mehr Bäume. Tiergeräusche überall. Es war schön. Ein Wind durchstreifte die Baumwipfel und einige dunkle Blätter fielen langsam zu Boden.
Plötzlich blieb ich stehen, drehte mich um und ließ ihre Hand los.

Ihr Blick machte mir bewusst, dass sie genauso dachte. Ich musste weg von hier. Weiter. Hier konnte ich nicht bleiben. Die Bäume waren schön, doch langsam verloren auch sie ihre letzten Farben. Die Tiergeräusche waren verstummt und ich; ich zog weiter.

Heut`schon gefreut?

Heut schon gefreut,Frieden verbreitet, Liebe verströmt,

Licht gestrahlt – unbezahlt,

bemalt die tristen Mauern, die Mensch von Mensch trennt?!

Heut schon Rehe rennen gesehen, Hennen auf Stangen sitzen,

flitzen den Igel auf kurzen Beinen, den Schweinen den Bauch gekrault?

In den Ohren Kinderlachen, die Hände voller Sachen

die irgendwo hingehören, könnt schwören sie gehören irgendwem.

Heut schon Pflanzen gepflanzt, Schritte getanzt,

vergönnt dir ein Eis zum doppelten Preis als gewöhnlich?

Versöhnlich gesprochen, zerbrochene Herzen von Schmerzen befreit?

Dein Ego mit liebender Geste verstaut im sicheren Raum

wo es bleibt als Traum, bis von dir wiedererweckt.

Schon Pferde gerochen, gesprochen mit Jochen

über das Wesen der Dinge,

vollbringe es jetzt, verletzt sonst die Seele sich schlafen legt.

by Ananda

Was gestern noch war

Was gestern noch war.
Meine Entscheidungen sind mir fremd,
und viele Wege haben sich mir verschlossen,
sie schauen mich dunkel an.
Ich spüre ihre traurigen Blicke.
Umdrehen kann ich mich nicht,
denn ich habe Angst vor ihren Stimmen.

Was heute immer ist.
Mein Blick nach vorn tastet im Leeren,
seine Arme sind nicht lang genug,
sie bekommen nichts zu fassen.
Ich weiß um seine Entscheidung.
Stehenbleiben kann ich nicht,
denn ich habe Angst vor seiner Berührung.

Fragen

Statt regen wär‘ mir Sonne lieber,
und Fortschritt brauchen, weiter, wieder.

Im Auto tönen schöne Lieder,
und Krieg und Wirtschaft, Sieg und Macht.

Ein Junge spielt, er tanzt, er lacht,
und Schutz und Zukunft, und die Fragen:

Was kauf ich mir, was will ich haben?