Wünschen

Warum wünschen wir?

Wenn wir doch wissen, dass das Glück, das Glück, welches jeder von uns sucht, in unseren Händen liegt?!

Verbringen wir unser ganzes Leben damit das Glück zu suchen,

finden wir am Ende das Einsehen, unglücklich zu sein.

Das Leben verschenkt, das Leben vergeudet. Die Suche endet mit einem Meer voller Fragen, warum wir gewünscht haben und nicht gelebt.

Und irgendwann stehen wir an der Schwelle und fragen uns: war das Leben so kurz?

Wären wir nicht so beschäftigt mit dem Wünschen,

wären wir nicht so beschäftigt mit dem Suchen,

sondern würden einfach unser Leben leben,

mit allen Fehlern, mit allen Schwierigkeiten und Verlusten,

dann wäre unser Leben erfüllt.

Das Wünschen wird wirklich überbewertet

Das Wünschen nimmt wirklich zu viel Platz in unserem Leben ein.

Kranke Seele

So nah und doch so fern,

so bekannt und doch so viel Angst.

Warum?- Warum ist mein Leben so kompliziert?

So einfach und doch so schwer,

so schön und doch so schmerzlich,

so viel Wahrheit und doch so viele Geheimnisse.

Wieso?- Wieso werden mir diese Probleme aufgebunden?

Eigentlich glücklich und doch so unzufrieden,

eigentlich gesund und doch so krank,

eigentlich voll Liebe und Leben,

und doch am Abgrund, drohend zu zerbrechen.

Meine Kindheit

Ich will es nicht vergessen,

werde es jedoch nicht vermissen.

Der Mann, der mir meine Kindheit nahm,

der mein Zuhause kalt machte, nicht warm.

Der mich bedrohte und mir weh tat,

den ich immer wieder um Gnade bat.

Der mir zerriss meine Seele,

dessen Hände sich legten um meine Kehle.

Warum Ich?- das fragte ich mich ständig,

fühlte mich tot, nicht lebendig.

War eine Hülle, ohne Inhalt,

war gebrochen und innen  kalt.

Ich wollte nicht mehr leben,

die Klinge in meiner Hand fing an zu beben.

Ich wollte raus, wollte nur noch weg,

wollte entgehen dem quälenden Schreck.

Heute sitze ich hier, schreibe meine Gedanken nieder,

und hoffe, so etwas passiert mir nie wieder….