Geständnis

Zu jedem Monde treff ich dich,
Mein verbotenes Glück.
Seit einem Jahr bin ich hier gefangen.
Stets kehrt es zu mir zurück.

So habe ich jeher zu dir aufersehen,
Wenn du mir deine weisen Worte teilst.
So kann ich mit dir über alles reden,
Über jeden kleinsten Scheiß.

Auch schenkest du mir deinen wahren Blick
Und bringst großes Verständnis auf.
Du seist geduldig.
Dafür die Zeit nimmst du in Kauf.

Eine jene Geborgenheit ist hier und dort,
Zwischen uns und in mir.
Ein langes Schweigen macht uns nichts.
Ich fühl mich wohl bei dir.

Doch ist es nicht nur das,
Mein erhabenes Glück.
Ist es noch meine Liebe,
Die ich an dich schick´.

Ich kann nicht anders,
Es ist soweit,
Ich liebe dich,
Und nun geht die Welt entzwei.

Warum nur?
Warum sehe ich dich so?
Warum tue ich das?
Waren wir doch froh!

Wir waren so gut;
Jetzt ist meine Liebe da.
Ich verhalte mich seltsam
Und nichts ist, wie es war.

Viel zu aufgedreht bin ich,
Viel zu dumm.
Unser Spielchen drängt mich zu Boden.
Es bringt mich um.

Ich denke an dich.
Ich träume von dir.
Ich vermisse dich.
Gott verschließt mir die Tür.

Das Besondere ist gegangen,
Denn nun liebe ich dich,
Mein verdammtes Glück!
Du brauchst mich nicht.

Was ich wirklich fühle,
Wirst du nie erfahren.
Solch ein grausames Geständnis
Möcht´ ich dir ersparen.

Ich werde laufen oder sterben.

An den höchsten Dichter meiner Welt

Die Puppe deiner Welt bin ich,
Niemals doch ein Teil von ihr.
So stark und innig sehne ich mich
Nach deiner allertiefsten Aufmerksamkeit.

Verkommen in den kältesten Schatten ich stehe,
Während mich niemand schreien hört...
Längst verloren im reißenden Winde ich wehe,
Ist meine Seele vom Herz ertränkt.

Ein streifender Blick von dir,
Ganz kurz in seinem Element,
Hält mir die Hoffnung stur;
Ich sehe mein Ende nicht.

Und so fliehe ich weiter über das öde Land.
Es hat mir den Rücken zugekehrt.
Fast wie du, hätte ich es nicht besser gekannt,
Doch bald schon bist du fort. Freiwillig fort. Ohne Rhythmus fort.

Erkenne ich das Mahl in deinen Augen,
Das du mir zubereitet mit kleinster Liebe immerda,
Dann soll die Hingabe mich packen
Ein letztes Mal in großer Schar.

Dann soll ich nicht dich umarmen,
Wie ich es tagsein im Schlafe tat;
Dann soll ich den Henker grüßen,
Liebkosen bis er mich verschlingen mag.

Zu kahl ist hier das Feld,
Zu einsam ist der Baum der Begierde in mir,
Zu verdrossen ist die Tulpe in ihrem alten Schimmer,
Zu langsam ist das Uhrwerk, das das Meine zählt.

Erlange ich die Wahrheit,
Verstehe ich meine Fehler,
Dann sage Gute Nacht
An die Puppe deiner Welt.