Sehnsucht

in tausend-sehnsucht ferne
lodert heimatlicht, oh weh
mir, freund, wenn ich mich gerne
trenne und nach hause geh

mir brennt die heimeswärme
schon seit tagen. und mein sinn
zieht fort wie seelen-schwärme
mich zu meiner liebsten hin

doch muss ich durch das dunkel
schweben. du sprichst mir von glück
ich stürze mich in funkel-
träume und komm nicht zurück

mich trösten dann die schwalben
und dein blick liegt auf der haut
mir sanft wie wundersalben –
so hast du mich angeschaut

Mondzeuge

Ich stehe hier unter diesem Mond

Schaue hinauf

Und frage mich, ob es noch derselbe ist

Wie früher

Dieser Mond unter dem ich einst stand

Und mein Herz mir seine Herzensmelodie spielte

Als ich mich jeder Gedanke an Dich Flügel verlieh

Ich das Gefühl hatte, meine enge Welt verlassen zu können

Frei zu sein

Von allem was war und ist

Denn Du warst mein Fallschirm

Schütztest mich und sorgest

Dass ich immer behutsam

Auf dem Boden landete

Wenn ich zu hoch hinaus wollte

Doch heute

Vergangenheit

Hast mir die Reißleine durchtrennt

Nur der Mond ist Zeuge

Unserer Zeit

Aus. Ende. Vorbei.

Und trotzdem noch Gefühle …