Wohin des Wegs?

Der Wandel der Zeit macht mir schwer zu schaffen. Vieles wofür es sich zu leben lohnt, ist für immer gegangen, die Erinnerungen daran schmerzen und drücken auf Geist und Körper. Eine transparente, jedoch undurchsichtige und undurchdringliche Nebelwand schleicht leise um mich und beeinflusst jede Sekunde meines Lebens. Sie umhüllt meine Träume und Erinnerungen, kann sie jedoch nicht erreichen. Ein tiefer Glanz, ein glimmender Funke, im Dunkel meiner Selbst, lässt mich ständig erstarken und ungebrochen, wie die Säulen der Zeit selbst, aufleben. Es möge ja sein, dass wir dafür leben, das Leben selbst zu meistern, jedoch scheint es mir fraglich, ob es sich dafür zu leben lohnt? “Freilich” sage ich mir, es gibt solches Glück zu finden, verborgen in den Wünschen, Träumen und Erwartungen der Gedanken, die mich ständig und unnachgiebig begleiten, jeden einzelnen Tag meines verrückten Lebens. Die große Freiheit gibt es nicht sage ich, das unermeßliche Glück wirst du nie finden, oder hast du es schon gefunden und weisst es nicht? Das hier und jetzt darfst du nicht unterschätzen, es ist stärker und facettenreicher als jede Erinnerung aus alten Tagen. Wohin mich die Zeit führt, kann ich nicht sagen oder erahnen, es beschäftigt mich auch kaum. Ich versuche nicht in die Ferne zu schweifen, meinen Blick auf die Gegenwart zu konzentrieren, all jene Kraft zu sammeln die in mir ruht, um die Tücken und Banalitäten der Gesellschaft zu ertragen, die mich Tag für Tag zu erdrücken versuchen. Es liegt nicht in meiner noch in unserer Macht, den Lauf der Dinge groß zu lenken oder zu beeinflussen, jedoch sollte es uns gelingen, mit kleinen Taten oder nur Gedanken, das Leben für uns selbst und unsere Mitmenschen Tag für Tag lebenswerter zu machen. Obwohl ich erst wenig Zeit hier verbracht habe, fühle ich mich oft leer und ausgemergelt, innerlich zerrissen, ausgebrannt und ungläubig, dass es mir schwer fällt an eine erfüllte Zukunft zu glauben. Zweifel und Ängste nagen an meiner Seele, ob dies wirklich alles sein kann? Ich habe die Möglichkeit, mein Leben selbst zu gestalten, in Bahnen zu lenken und für Veränderungen zu sorgen. Ob nun richtig oder falsch kann ich nicht sagen oder erahnen, selbst im Nachhinein fällt dies schwer. Ich möchte nicht in einen Zustand der Bedeutungslosigkeit abgleiten und jeglichen Sinn für Freude und Zufriedenheit verlieren, verursacht durch mich selbst oder die Gesellschaft. Nein, es wäre zu einfach, die Verantwortung abzuwälzen, das tun wir ohnedies zu gern, denn ich allein bin für meine Entscheidungen und Taten verantwortlich, niemand sonst. Ich denke die Zeit verändert uns alle in der Weise die wir erst in späten Jahren revue passieren lassen können, das große Glück wird jeder für sich selbt definieren und erreichen müssen, eine Landkarte durch das Leben gibt es nicht, es sind einfach zu viele Straßen zu befahren. IliasOdysseia

Keine Seele

Ihr Kopf ist voll doch ihr Herz ist leer,

ihre Seele besitzt sie schon lange nicht mehr.

Mit dem ersten Schmerz,

fühlte sie keine Angst mehr.

Mit dem zweiten,

spührte sie die Schläge nicht mehr so sehr.

Mit dem dritten,

lernte sie zu hassen & beim vierten,

wollte sie ihr Leben lassen.

Keiner konnte sie verstehen,

alle hielten sie für krank.

Niemand wusste, was oder wie sie wirklich empfand!

Sie wollte nicht immer nur Liebe geben,

sie wollte endlich anfangen zu leben.

Zu fühlen wie es ist, geliebt & gebraucht zu werden,

ihr Leben nicht noch mehr verderben.

Sie suchte verzweifelt nach jemandem, der sie versteht

& mit ihr einen gemeinsamen Weg geht.

Anfang 2007 ging sie mit einer Freundin weg, sie saßen alleine am Tisch

& plötzlich, ganz unerwartet, traf sie dich.

Ihr habt geredet, gelacht & getrunken,

für sie war der ganze Schmerz verschwunden.

Du zeigtest ihr Gefühle, die sie nicht kannte

& hast ihr Alles gegeben, bis ihr Herz wieder vor Liebe brannte.

Du hast sie verstanden & ihr wieder Hoffnung gegeben,

Hoffnung, für einen Sinn weiter zu leben.

Du gabst ihr neue Kraft mit allem was du getan hast,

von ihr fiel jeder Schmerz und die ganze Last.

Doch irgendwann passierte es auch mit dir,

Eifersucht, Gewalt, Lug & Betrug!

War Schuld ihre Liebesgier?

Du hast ihr Alles genommen & hast Alles verloren,

das war dir nicht klar…

Sie wird niemals mehr sein, wer sie mal war!!!

?

Eine Frage reicht, Bilder tauchen auf.

Mein Gesicht verbleicht, noch mehr drauf.

Bedingungslos geliebt, alles gegeben.

Dein Hass hat gesiegt, eingetauscht dafür mein Leben.

Keine Droge lässt mich vergessen,

immer wieder bist du da.

Ich bin nicht besessen „es ist Alles passiert“,

damit komm ich nicht klar!

Letzter Weg

Das Leben ist nicht immer leicht,

doch irgendwann kommt der Punkt an dem es reicht.

Immer Alles geben

& nach etwas Liebe streben.

Mir wurde alles genommen

& niemals ist Etwas zurück gekommen.

Irgendwann hatte ich Nicht`s mehr zu geben,

plötzlich war ich wertlos im Leben.

Niemand mehr da der mich stützt,

auch kein Engel der mich beschützt.

Ich sehe keine Zukunft

& den letzten Weg nenne ich Vernunft.

Ich wurde nie gefragt ob ich so leben will,

also lass mich jetzt gehen & sei still!