Liebesende

In der Schule lernten wir uns kennen.
Ich wollte deinen Namen nennen.
Doch du beachteste mich nicht,
ich dachte immer nur an dich .

Auf meiner Party warst du der Erste.
Das was für mich schon das Schwerste
Wir redeten zusammen,
aber immer nur in Flammen.

Bis die anderen kamen,
wusstest du noch nicht Bescheid,
aber ich wollte es dir sagen,
aber ich brauchte einfach Zeit.

Später, erzählte ich es dir
und fragte: und was ist mit dir?
Ich sagte : Ich liebe dich
und fragte: Liebst du auch mich ?
Du sagtest : ja.
Seitdem waren wir ein Paar,
doch nach 3 Wochen war mein Kopf nicht mehr klar.

Jeden Abend schlief ich mit Tränen ein,
denn es fiel mir so schwer.
Du warst immer mein.
Doch jetzt hatte ich keine Gefühle mehr.

Ich musste es dir sagen
Würdest du es ertragen?
Aber ich konnte nichts dagegen machen.
Würden wir jemals wieder lachen?

Ich traf mich mit dir,
doch ich bekam fast keinen Ton aus mir,
aber dann sagte ich es dir.
Wir können nicht länger zusammen bleiben,
einfach nichts, keine Briefe, keine SMS mehr schreiben.

Es tut mir Leid……..

Der unsichtbare Käfig

Wir kennen ihren Vornamen. Sie hieß Ellie. Nur ganz weniges wissen wir über das Leben, das sie vor dem nachfolgend berichteten Schicksal geführt hatte. Sie war eine der jungen Frauen, die eine berufliche Laufbahn vor sich hatten, mit der sie vielleicht geglänzt hätte. Angesichts ihrer charakterlichen Qualitäten und zahlreichen Fähigkeiten hätte sie, was wir vermuten dürfen, ein zufriedenstellendes bürgerliches Leben geführt.
Allerlei Erfahrungen, die sie in bestimmten Augenblicken und Lebenssituationen hatte machen wollen, wollte sie seit März 1981 nicht mehr machen. Ihr wurde das Bedürfnis, etwas zu erfahren, vermiest. Nichts würde mehr so sein wie vorher! Eine radikale Veränderung war eingetreten: Sie war ganz allein. Ihre soziale Isolation auf Grund einer zu einer Extremsituation manipulierten relativen Normalsituation hatte das verursacht.

Nämlich sie stand unter ständiger Überwachung. Die soziale Isolation wurde künstlich verursacht. Sie konnte nichts dagegen unternehmen, jedenfalls wurde sie in dem Glauben gelassen. Außerdem meinte sie den „guten Grund“ für diese „Maßnahme“ zu kennen: „Belastungstest“. Das war aber viel zu vage – sie hatte es mit Fremden einer autoritären Organisation zu tun, welche zu ihr anonym sprachen, zu anderen, zu vielen Menschen. Zu wem sie wirklich sprachen, das wusste sie allerdings nicht, und auch nicht, welche Anweisungen oder Ratschläge Menschen erreichten. Ein Ding der Unmöglichkeit war es, sich zu beschweren. Bei wem denn auch? Alles und alle schienen ihr manipuliert zu sein.
Dieser „gute Grund“ war die Rechtfertigung für die künstliche Extremsituation, die ihr die Lebensfreude wesentlich nahm. Unmittelbare psychische und physische Einwirkungen in Form von Strahlen aus der räumlichen Distanz, führten zu extremen Belastungen.
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runterschlucken

ich hatte den braten gerochen
schon von weitem
angebrannt mal wieder
nichts desto trotz setzte ich mich an den tisch
so wie immer
nahm zu mir was mir aufgetischt wurde
ließ mir nichts anmerken
schluckte runter
in den magen damit
augen zu und durch

und war irgendwie stolz auf mich
wieder hatte es geklappt
es lässt sich vieles schlucken
dachte ich bei mir
klopfte mir intuitiv auf die schulter
gut gemacht junge

da musste ich mich übergeben