Philosophisch denken

scharfer Blick …

aber in die Endlosigkeit

– der Vieldeutigkeit

also von Existenz, Wesen, Sein und Schein –
Gesellschaft, Ordnung und Geschichte

in alle Substanz, die in uns
und außerhalb von uns

scharfer Blick …

aber in die Endlichkeit

– der Eindeutigkeit

also von Einzelnem und Auslese
Eigentum, Gemeineigentum und Erkenntnis

mitunter
verwirrt
wegen der vielen Interpretationsmöglichkeiten

in diesem Fall
mit Frohsinn ins Gelingen-Wollen abdriftend
wegen des Glücks, das angezielt

Ende

Kay Ganahl
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Der Vogel

Der Vogel im Käfig
Ein Leben lang
Steht dort am Fenster
Ich höhr` sein` Gesang

Er klingt nicht traurig
Oder lustlos gar
Des Käfig´s Gitter
Warn´immer schon da

Ach wie wünsche ich mich
Zu dir hinein
Hätt meine Welt
Überschaubar zwar klein

Doch würd mich nicht pein´gen
Die bittere Qual
Der Vogel sind fröhlich
Er hatt keine Wahl

Ohne Zeit

Gestern habe ich die Zeit totgeschlagen

und sie unter großem Jubel begraben.

Nun schwebt sie umher in der Ewigkeit,

von ihrem krankhaften Zwang befreit.

So mancher ist jetzt auch für uns dahin.

Ich glaub‘, man nennt das klassisch: Win-Win.

Auch scheint heute jeder mehr für sich,

ich sehe das und schäme mich:

Was hab‘ ich getan? War’s nicht klar,

dass sowas in der Art zu erwarten war?

Kaum jemand kommt mit sich zurecht,

frei und nicht mehr der Zeit ein Knecht.

Den meisten tut das Grübeln nicht gut,

die verdrängte Scheiße kommt wie die Flut.

Vorgestern hielt die Zeit sie in Fesseln,

sie treibt eben vorwärts, hilft so zu vergessen.

Drum fleh‘ ich: „Zeit, komm‘ bitte wieder!

Sie suchen die Schuld, sie finden den Mörder.

Nie wieder werde ich dich totschlagen

und dich auch nicht nochmal hinterfragen.“

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Part1

Das Refugium ist das Beste und zugleich wohl teuerste Restaurant in dem ich je gegessen habe. Diesen Luxus gönne ich mir so gut wie nie, aber heute Nacht will ich alles. Keine Kompromisse, keine moralischen Grenzen, keine Regeln – außer meine.

Ich betrete das Restaurant kurz nachdem er von der dünnen, blonden Bedienung mit dem zu grellen Lippenstift zu unserem Tisch geleitet wurde. Ich fühle mich gut heute. Der schwarze, enge Stiftrock kombiniert mit der Bluse aus deren schwarzer Spitze der champangerfarbene Satin herauschimmert  sind ein Traum. Ich trage keinen Slip. Wozu auch? Der würde mich heute Nacht nur behindern. Außerdem fühle ich mich verrucht und allein der Gedanke an mein kleines Geheimnis erregt mich. Am besten aber sind die Schuhe. Schwarze Highheels für unglaublich lange Beine. Wenn ich sie trage ist es, als wäre ich purer Sex. Mein ganzes Auftreten verändert sich nur durch diese Schuhe. Er hat mich erblickt. Lächelt. Ich sehe ihm in die Augen und bedeute ihm mit einem leichten Kopfnicken mir zu folgen. Vermutlich hat es keiner dieser Schnösel hier gemerkt, weil alle so in ihren wichtigen Gesprächen vertieft sind. Er nickt und erhebt sich. Der lange Gang den ich betrete führt zu den Toiletten. Meinem Ziel. Seine Hände streichen über mein Schultern an meinem Rücken entlang. Wortlos ziehe ich ihn mit mir in die Damentoilette. Ich lehne mich an die schwarzen matten Fliesen, spüre die Kälte durch den dünnen Stoff meiner Bluse. Ein sanfter Schauer durchfährt mich. Er lächelt und sieht mir tief in die Augen, dann versinken wir in einem leidenschaftlichen Kuss. Der sanfte Druck seiner weichen Lippen und seine Zunge, die zaghaft meine sucht, lösen ein heißes Kribbeln in meiner Möse aus. Meine Hände steuern sicher zu seiner Anzughose, die seinen süßen Hintern gekonnt betont. Ich liebe seine festen Hintern, der genau die richtige Form hat, wie ein saftiger Apfel, fest und nicht zu groß oder zu flach. Ich lege meine Hände darauf und presse mein Becken an ihn. Er schiebt meinen Rock nach oben  und  geht vor mir auf die Knie. Ich lege mein Bein über seine Schulter damit er mich besser lecken kann. Seine Zunge ist warm und gleitet über meine Vulva. Ich schließe die Augen und gebe mich ganz diesem Gefühl hin. Der Wärme in meinem Schoß, das Kribbeln in meinem Körper und diese schier unfassbare Erregung. Dieses dunkle Verlangen, dem ich nur selten nachgeben kann, das aber immer in mir lauert, unstillbar und wild. Ich höre es knurren wie ein wildes Tier das aus seinem Käfig gelassen werden will. Jeden Tag, jede Minute. Jetzt gebe ich ihm nach. Nur heute Nacht. Er steht wieder vor mir, seine Finger gleiten in meine feuchte Spalte um in mir zu versinken und stoßen mich. Ich greife nach seinem steifen Schwanz der vor mir in die Höhe ragt. Er ist prall und fest, genauso wie ich es mag, nicht zu dünn und nicht zu dick. Nicht zu groß und nicht zu klein. Er hat den perfekten Schwanz. Mit einer schönen Eichel, die aussieht wie poliert und mich stolz ansieht. Er stöhnt auf, packt mich an meinem Hintern und hebt mich auf seinen Schwanz, dringt sofort mit einem tiefen Stoß in mich ein, das ich glaube explodieren zu müssen. Er füllt mich aus, macht mich komplett. Mein Rücken gleitet an der Wand auf und ab während er mich fickt. Wir haben nicht viel Zeit. Aber dies ist erst der Aperitif, der Anfang eines vielversprechenden Abends. Ich stütze mich mit den Füßen am gegenüberliegenden Waschbecken ab. Er atmet an meinem Hals und versucht sein Stöhnen zu unterdrücken. Dabei liebe ich es, wenn ein Mann seiner Lust freien Lauf lässt. Aber hier ist kein Platz dafür. Hier müssen wir leise sein. Wir atmen beide heftig. Es ist schwer die Kontrolle über die Stimme, das Stöhnen und die Atmung zu behalten, wenn man so geil ist.  Ich sehe mich im Spiegel und muss lächeln. Ich sehe gut aus wenn ich gefickt werde. Meine Wangen sind rot, und meine Augen glasig. Ich greife ihm in die Haare und ziehe in Näher an mich heran. Er beißt mir in Hals als er mit einigen kräftigen Stößen kommt. Es tut weh. Und es ist gut. Ich hoffe nur, dass man es gleich nicht sieht. Als er mich wieder absetzt spüre ich seinen Schwanz noch immer pulsieren.

 Ich reinige mich kurz und mach mich frisch, während er lächelnd und kopfschüttelnd  sein Hemd wieder in die Hose steckt. Als wir die Toilette verlassen, wartet davor  in einem der Sessel eine ältere Dame, die schockiert dreinschaut. Sie weiß genau was in diesem Raum eben geschehen ist. Und das ist gut so. Ich wäre enttäuscht gewesen, hätte es niemand mitbekommen. Ich lächle sie an und wir gehen zu unserem Tisch.

 

Ende Part 1